Der G20 Gipfel 2017

2017 fand in Hamburg der G20 Gipfel statt, ein Treffen der 19 wirtschaftlich stärksten Länder der Welt und einem EU Vertreter, dass seit 2008 stattfinden.

Diese 19 Länder sind: 

 

  • Argentinien, Australien, Brasilien, die Volksrepublik China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, die Republik Korea, Mexiko , Russland , Saudi Arabien, Südafrika , Türkei und USA

 

 

 

Ungefähr zwei drittel der Weltbevölkerung leben in diesen Ländern und sie erzielen ungefähr 80% der Wirtschaftsleistungen der ganzen Welt.

Außerdem sind 15 von diesen Nationen in der Liste der erfolgreichsten Exportnationen vertreten, China, USA, Japan und Deutschland führen diese Liste an.

China mit 1,38 Milliarden und Indien mit 1,3 Milliarden Einwohnern sind außerdem die bevölkerungsreichsten Länder. Deutschland ist hierbei abgeschlagen auf dem 17. Platz.

Flächenmäßig ist Russland das größte Land der Welt mit einer Fläche von 17 Millionen Quadratkilometern, damit hat Russland mehr als die 48-fache Fläche von Deutschland.

Indonesien ist der Größte Inselstaat, bestehend aus über 17.500 Inseln.

Es sind also aus jeder Sicht die führenden Länder der Welt beim G20 Gipfel vertreten.

Außerdem werden zum G20 Gipfel immer wieder Internationale Institutionen eingeladen, 2017 als Deutschland die Präsidentschaft über den Gipfel innehatte, wurde die Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) eingeladen.

Es werden aber nicht nur Institutionen zu G20 eingeladen, Spanien ist ein Dauergast der immer eingeladen wird aber nicht zu den G20 Staaten zählt.

Darüber hinaus wurden von Deutschland dieses Jahr noch Norwegen, die Niederlande und Singapur eingeladen.

Deutschland als G20 Präsident

Zum 1. Dezember 2016 hat Deutschland die G20-Präsidentschaft übernommen und das Treffen wurde am 7./8. Juli 2017 in Hamburg veranstaltet. Die G20 ist das größte Treffen zur internationalen Zusammenarbeit in Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten.

Die Ergebnisse des Gipfel werden in einer Abschlusserklärung zusammengefasst und bekannt gegeben, diese Abschlusserklärung hat eine große politische Bindungswirkung.

 

Wichtige Themen des Gipfels 2017

Häufig sind hierbei Finanz- und Wirtschaftsthemen auch an ökonomische Fragen geknüpft, der Klimawandel, die Entwicklungspolitik, die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, die Digitalisierung oder aktuell die Terrorismusbekämpfung. Es gibt also mehr als genug Gesprächsbedarf.

Der G20 Gipfel trifft meist Entscheidungen von weitreichender Bedeutung, nach der Finanzkrise haben die G20 Staaten die Überwachung der Märkte verbessert und Banken sowie Finanzdienstleister müssen ein größeres Eigenkapital nachweisen, was der Krisenprävention dienen soll.

Das Hauptziel des G20 Gipfels jedoch ist ein starker, nachhaltiger und ausgewogener Weltwirtschaftswachstum. Seit 2008 gehört das Thema handel ebenso zur Agenda denn Wachstum und Beschäftigung brauchen weltweiten freien Handel. Auch deswegen wird versucht regelmäßig deutliche Zeichen für faire Wettbewerbsbedingungen zu setzen.

Außerdem bekommt die Digitalisierung dieses Jahr eine besondere Rolle, denn im Rahmen des Gipfels wird eine Digitalministerkonferenz ausgerichtet.

Und die Entwicklung der Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten für förderliche Rahmenbedingungen für Investitionen und den Ausbau der Infrastruktur steht im Fokus der besprochenen Agenda für 2030.

Hinzu kommt durch die Ebola-Krise das Thema Gesundheit und Antibiotikaresistenz wurde auf der Agenda hinzugefügt.

Ein weitere Punkt ist die Gleichberechtigung der Frau im Job, die Erwerbsbeteiligung zwischen Mann und Frau soll um 25% verringert werden. Und der Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien in Entwicklungsländern für Frauen soll verbessert werden.

Deutschland will seinen G20-Vorsitz zudem nutzen, um – über die zentralen Themen der Wirtschafts-, Finanz-, Klima-, Handels-, Beschäftigungs- und Entwicklungspolitik hinaus – über weitere weltweite Probleme zu beraten. Migrations- und Flüchtlingsbewegungen sowie der Kampf gegen den Terror sind zum Beispiel Themen von globaler Bedeutung.

Zu Beginn ihrer Abschlusskonferenz nannte Bundeskanzlerin Merkel noch einmal alle besprochenen Hauptziele:

  • Weltweite Märkte offen halten
  • Internationaler Handel nach klaren Regeln
  • Widerstandsfähiges Finanzsystem
  • Besser gegen Pandemien gerüstet
  • Bessere Teilhabe von Frauen ermöglichen
  • Verantwortung für Afrika übernehmen
  • Klimapolitik: Die Zwei Grad Grenze nicht überschreiten
  • Kanzlerin verurteilt Gewalt „auf das Schärfste“
  • Hilfe für Opfer der Gewalt

 

Unruhen während des G20 Gipfel

Neben 100.000 friedlichen Demonstranten in Hamburg die ihren Marsch durch die Stadt ohne Krawalle oder sonstiges angehalten haben, waren bestimmt auch überrascht als ein “Schwarzer Block” aus vermummten Personen anfängt zu randalieren und sich der Polizei zu widersetzen.

Sich zu vermummen ist aber gegen das Versammlungsrecht, da die Polizei vermutet dass vermummte Personen sich vorbereiten um Straftaten zu begehen.

Der Demonstrationsmarsch wurde vorerst angehalten um Eskalation zu verhindern. 

Der “Schwarze Block” eine Mischung aus meist gewaltbereiten Linken oder auch Linksradikalen aus ganz Europa.

Ein Teil des “Schwarzen Blocks” schaffte es sich mehrfach von der Demo zu lösen, sie zogen dann durch Hamburg, zerstörten Schaufensterscheiben, warfen mit Pflastersteinen auf alles was sie aufhalten wollte und sie zündeten Autos an.

Es gab viele Verhaftungen nach Straßenschlachten mit der Polizei mit vielen Verletzten auf beiden seiten.

Die Demonstrationen endeten oft in Chaos, da die Polizei eingreifen musste.

Wenn man darüber nachdenkt fragt man sich, wer traut es sich zu agieren wie der “Schwarze Block”, wenn die Stadt gefüllt mit 15000-20000 Polizisten ist und zerstört so dreist fremdes Eigentum.

Hoffentlich sieht der nächste Gipfel, wenn er wieder in Hamburg stattfindet friedlicher und zerstörungsfreier aus.
Seinen Unmut kann man auch zivilisiert äußern und im Nachhinein wird diese politische Meinung ernst genommen und nicht von den meisten als gewaltbereite “Idioten” abgestempelt.