Russlands Außenpolitik

Außenpolitik von Herrn Putin

Russland, ist das größte Land der Welt auch das mächtigste Land der Welt?

Moskau hat wohl öfter seine Finger im Spiel als man denken würde.

Putin und Assad

Die Unterstützung Assads lohnt sich, er hat es geschafft Aleppo wieder einzunehmen und USA der größte Gegner Russlands, wird nun von Putins Freund Donald Trump regiert. Also alles zur Zufriedenheit von Herrn Putin.

Jedoch hat Russland für die Unterstützung Assads schon viel Kritik einstecken müssen, aber was Putin macht ist Außenpolitik zu Russlands Vorteil.

Denn Europa würde sich gerne von Russland als Gaslieferant abkapseln und sich eine neue Quelle suchen, Putin will diese Machtposition gegenüber Europa natürlich behalten. Die einzige Möglichkeit die es momentan gibt ist eine Gas-Pipeline durch Syrien, die Gas nach Europa transportiert.

Da Putin um einiges gerissener ist als viele denken hatte er direkt eine Lösung für dieses Problem, er würde Syrien helfen gegen die Rebellen und den ISIS zu kämpfen und dafür verweigert Assad den Bau einer Gas-Pipeline durch Syrien. Eine Hand wäscht die andere könnte man das nennen.

Dieser Schachzug hat das Verhältnis zu Europa natürlich auf die Probe gestellt, aber Europa sitzt in diesem Fall leider am kürzeren Hebel.

Russland wird aber auch unter Druck gesetzt, unter anderem von der US-Botschafterin , sie äußerte bei den Vereinten Nationen, Russland und Iran wären Schuld daran, dass “die Menschlichkeit in Aleppo zusammengebrochen ist”.

Von den USA lässt sich Russland aber ungerne kritisieren, als Antwort des russischen UN-Vertreters kam nur: “Ihr seid für mindestens genauso viele zivile Opfer verantwortlich!”.

Außerdem berichten russische Staatsmedien wohl seit längerem, wie oft und wie viele zivile Tote die USA denn zu verantworten hätte. Das ist einer der Wege, wie Putin Russland wieder in den Mittelpunkt stellen kann, nachdem Russland nach der Krim-Annexion international sehr isoliert wurde.

In Syrien findet also mehr und mehr ein Stellvertreterkrieg statt, Russland gegen die Assad Gegner die versuchen von außen Einfluss zu nehmen. Denn es ist Moskau und nicht Damaskus, das in Syrien Siege verkündet.

Assads Truppen haben die vollständige Kontrolle über Aleppo erlangt, sagte ein russischer Vertreter im Sicherheitsrat.

Putin macht es schon sehr schlau, er lässt Russland bei Syrien und bei der eigenen Bevölkerung als Kämpfer eines “heldenhaften Krieges” darstellt.

Er hat aber auch ein Problem, die syrischen truppen sind nach Jahren des Bürgerkriegs sehr geschwächt, sie werden Aleppo wohl kaum alleine halten können.

Russlands Truppen sind also in einer Weise verpflichtet die Stellung zu halten, um ihr Interesse weiterhin durchzusetzen bis die Rebellen komplett zerschlagen sind, hierbei sind aber die Mittel des russischen Militärs begrenzt und nicht unendlich.

Jetzt stellt sich langsam die Frage ob Putin mit Syrien nicht in eine Falle getappt ist, ein unruhiges Land wie Syrien braucht auch nach Ende eines Regimes noch Unterstützung und die Frage ist wie lang Russland diese bieten kann.

Trumps versuchte Eingriffe in Syrien vereinfachen die Lage auch nicht gerade und setzt Putin mehr unter druck als dass es hilfreich wäre oder zur Verbesserung der Situation beitragen würde.

Wenn es auf der einen Seite Russlands dann nicht so gut läuft kümmert Putin sich erst einmal um die andere Seite, um genauer zu sein um Japan. Wenn die Situation in Syrien sich schon nicht in naher Zukunft normalisieren würde, wünscht er sich eine “Normalisierung” der Beziehung mit Japan.

Ein Konservativer Politiker äußert sich in dem Sinne, als hätte Russland einen gewissen Respekt verdient, von jedem, genauso wie die USA das einfordert. Dieser Politiker ist außerdem ein großer Fan von dem neuen Außenminister der USA, Rex Tillerson, Träger des „Ordens der Freundschaft“, der höchstmöglichen Auszeichnung in Russland für Ausländer.

Solche Männer müssen versuchen mehr Einfluss auf Putin und dessen Politik zu haben, auch wenn es den Politikern im eigenen Land nicht gefällt, dass es so Starke Verbindungen zu Russland gibt.

Feindbild abhanden gekommen

Jetzt müssen sich Russland und die USA aber einmale eine Frage stellen.

Was ist wenn die beiden mächtigsten Länder der Welt sich künftig nicht mehr als Feinde sehen würde, sondern als Verbündete, vor allem in der Wirtschaft, die gemeinsam andere Länder unterstützen.

Denn würden Russland und die USA in Syrien am selben Strang ziehen, hätten sie bestimmt schon viel größere Erfolge erleben können.

2018 könnten Veränderungen auf uns warten, es steht eine neue Präsidentschaftswahl in Russland an und Putin hat einen Konkurrenten und seine eigene Kandidatur noch nicht einmal bekannt gegeben.

Er könnte sich außenpolitisch einmal etwas einfallen lassen um bei einer fairen Wahl zu gewinnen, ob es das von Putin jemals geben wird ist die Frage.

Eine große Veränderung würde Russland auf jeden fall nicht schaden, eher im Gegenteil.

Man kann außerdem nur hoffen, dass sich die Lage in Syrien verbessert und Russland nicht zu viel Vorteil daraus ziehen kann.  

Lasst uns für Syrien hoffen!